Verkehrserziehungstag am Gymnasium Weikersheim 2016

Am Dienstag, den 4. Oktober 2016 wurde am Gymnasium Weikersheim zum mittlerweile vierten Mal in Folge ein Verkehrsübungstag für die Klassen 8 und 11 veranstaltet. Unsere neue Schulleiterin Fr. Ballas-Mahler begrüßte zusammen mit dem Verkehrsbeauftragten des Gymnasiums Hr. Spirk die Verkehrsexperten der Verkehrswacht, der Polizeistationen Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim, des Roten Kreuzes Bad Mergentheim, des Busunternehmens Nitschke sowie der Fahrschule Thürauf aus Weikersheim. Zum ersten Mal betreuten auch zwei Lehrkräfte des Gymnasiums- Fr. Schlumberger und Hr. Becker- eigene Stationen.

Die Schülerinnen und Schüler der achten Klassenstufe erlernten zunächst  Grundlagen der Ersten Hilfe, neben der stabilen Seitenlage wurde an Puppen auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung ausprobiert. „Am eigenen Leib“ erkannten die Schüler anschließend bei einer Busfahrt, dass eine Vollbremsung mit vergleichsweise langsamen 15 km/h sehr große Kräfte freisetzt. Anschnallen sollte also auch gerade im Bus selbstverständlich sein!

Einen weiteren Schwerpunkt der Verkehrserziehung in der achten Klasse bildete zudem das Thema Fahrrad und –helm. Bei einem Unfall oder Sturz erleiden Radfahrer häufig Kopfverletzungen. Viele Radfahrer, die dabei gestorben sind, hätten mit einem Fahrradhelm überlebt, so Polizeihauptmeisterin Sabine Hönninger vom Polizeipräsidium Heilbronn, Referat Prävention, Außenstelle Tauberbischofsheim. Neben der Theorie im Klassenzimmer untersuchte Fr. Hönninger auch die z.T. extra mitgebrachten Fahrräder auf ihre Verkehrstüchtigkeit.

Zusätzlich zur Überprüfung der Fahrräder am Verkehrsübungstag wurden bereits am Freitag, den 30.09.2016 gegen 7.15 Uhr unangekündigte Kontrollen durchgeführt. Jeder Schüler auf einem Fahrrad mit sicherheitsrelevanten Mängeln bekam von Kommissar David und seinem Team eine Mängelliste mit nach Hause. Nach der Beseitigung der festgestellten Mängel wurden die Durchschläge von einem Elternteil unterschrieben und von den jeweiligen Klassenlehrern an Hr. Spirk, den Verkehrsbeauftragten, weitergeleitet.

Auch die Verkehrswacht unterrichtete die Radfahrer der achten Klasse, auf einem so genannten „E-Bike-Simulator“ konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktionszeiten und Bremswege überprüfen.

Zur weiteren Reduzierung der Unfälle auf Schulwegen sind die Schulen und Gemeinden seit einiger Zeit angehalten, Schulwegpläne zu erstellen. Sie dienen den Eltern und Schülern als Grundlage für die Wahl eines ungefährlichen individuellen Schulwegs und zeigen unter anderem die Gefahrenstellen für Radfahrer und Fußgänger auf. Das Gymnasium Weikersheim hat hier vorbildlich gehandelt, die Pläne sind seit über einem Jahr auf der Homepage der Schule abrufbar.

Im Rahmen des Verkehrsübungstags lernten unsere Achtklässlerinnen und Achtklässler bei Hr. Spirk den Umgang mit diesen Schulwegplänen. Als Hausaufgabe sollen die Schulwege gemeinsam mit den Eltern überdacht und ggfls. geändert werden.

Unsere 11er hatten in diesem Jahr ein erweitertes Programm zu bewältigen.

Zunächst wies Hr. Windt von der Verkehrswacht Bad Mergentheim auf die versteckten Gefahren der „Alkopos“ hin, außerdem simulierten die Schüler mithilfe von Rauschbrillen deren Wirkung und durchliefen einen Hindernisparcours. Es zeigte sich, dass bereits 0,8 Promille Alkohol die Koordination sehr stark reduziert. Es muss daher klar sein: Beim Fahren muss auf jegliche Menge Alkohol verzichtet werden!

In Hr. Thürauf fanden die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe einen sehr erfahrenen Fahrlehrer, der auf jede Frage eine Antwort wusste. Neben dem „Führerschein mit 17“ standen zudem die besonderen Gefährdungen von jungen Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer auf dem Stundenplan.

Polizeihauptkommissar Erwin Weiß hatte in den höheren Klassenstufen das Thema „Junge Fahrer“ mit dem Schwerpunkt „Alkohol im Straßenverkehr“ gewählt. So führte er aus, dass gerade bei Fahranfängern und Fahranfängerinnen Alkohol am Steuer besonders gefährlich ist, denn das Zusammenwirken von Unerfahrenheit und Enthemmung durch Alkohol erhöht das ohnehin schon hohe Unfallrisiko dieser Zielgruppe.

Bei unserem Physik- und Mathematiklehrer Hr. Becker konnten die Oberstufenschüler(innen) anschließend mithilfe einer Computersimulation und weiteren Experimenten die Auswirkungen von Geschwindigkeitsüberschreitungen erfahren. So führt schnelles Fahren unter anderem zu einer erstaunlichen Zunahme des Bremsweges, ein Crash ist aufgrund von physikalischen Gesetzmäßigkeiten auch bei kurzen Reaktionszeiten nicht zu verhindern.

Weiterhin konnten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Gruppenarbeit bei Fr. Schlumberger als Teilnehmer(in) eines Rollenspiels gefährliche Situationen während einer Autofahrt nachempfinden. Durch verschiedene Maßnahmen sollten sie als Mitfahrer(innen) auf das Fahrverhalten des Fahrzeugführers einwirken und mithelfen, Unfälle zu verhindern. Besonders an dieser Station war eine überaus rege Teilnahme festzustellen.

Durch die Expertise der beteiligten Verkehrsexperten und dem Engagement der ehrenamtlichen Helfer konnte am Gymnasium Weikersheim auch in diesem Jahr eine gelungene Verkehrsübung durchgeführt werden.

plants